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Downloadfallen im Internet

Das Internet bietet jede Menge nützliche Helfer – Freeware-Programme, aktuelle Gerätetreiber ebenso wie Hintergrundbilder, Kochrezepte oder Hausaufgabentipps. Doch die Suche nach Downloads ist höchst gefährlich! Denn hinter vielen Links lauern Abzocker, die mit immer cleveren Tricks Internetnutzern schweren Schaden zufügen

Wer etwa Google mit Begriffen wie Treiber, Screensaver, Freeware oder Download füttert, bekommt nicht nur Suchergebnisse mit seriösen Download-Quellen. Hinter den Betreibern vieler Internetseiten stecken Abzocker, die versuchen, Geld zu ergaunern oder Viren und Trojaner zu verbreiten. Je nach Suchbegriff stehen die zwielichtigen Angebote in der Google-Trefferliste ganz oben.Es werden etliche, anderswo kostenlos erhältliche Freeware-Programme zum Download angeboten. Die ganze Aufmachung der Seite suggeriert dabei eine kostenlose Teilnahme. Wenn man seine persönlichen Daten eingegeben hat, erhält man einen Freischalt-Code. Die Tatsache, dass eine Kostenpflicht vorliegt, wird jedoch nur im "Kleingedruckten" bzw. in den AGB ersichtlich: 8 Euro pro Monat Pauschalpreis für Downloads, die anderswo kostenlos sind, und für die der Seitenbetreiber ohnehin nicht das Urheberrecht hat. Daher liefert der Anbieter auch lediglich externe Links zu den Original-Downloadseiten der Hersteller, die man über eine seriöse Suchmaschine auch kostenlos gefunden hätte.
Die Abzocker platzieren zur Zeit sehr gerne über Anzeigenwerbung in Suchmaschinen Köder, mit denen die Opfer auf die Abzockfallen gelockt werden. Besonders häufig passiert das bei der Suche nach dem Firefox-Browser, dem Acrobat-Reader, oder dem kostenlosen Office-Programm Open Office.
Wer sich bei so einer Webseite anmeldet und dabei den Hinweis auf die Kostenpflicht übersehen hat, braucht sich keine Sorgen zu machen.
Gratis kann teuer werden:
Wer sich in der virtuellen Unterwelt herumtreibt, Filme, Software und Musik herunterlädt oder nach den neuesten Hacker-Tipps sucht, kann selbst Opfer und zur Kasse gebeten werden.Der Internet - Dienst Opendownload.de kassiert gerne mal 96 Euro
.

So können Sie sich wehren

In den häufigsten Fällen, in denen Betroffene in die Abofallen tappen, ist tatsächlich eine Anmeldung erfolgt. Allerdings sind den meisten Nutzern zu diesem Zeitpunkt weder Vertragsdauer noch Kosten bewusst – in vielen Fällen ist nicht einmal klar, dass überhaupt ein Vertrag abgeschlossen wurde.

Bestreiten des Vertragsabschlusses: Befürchten Sie nach der Eingabe Ihrer Daten, ungewollt einen Vertrag geschlossen zu haben, schreiben Sie den Anbieter unmittelbar an und bestreiten Sie den Abschluss eines kostenpflichtigen Vertrages. Sie können sich darauf berufen, die Kosten übersehen zu haben. Verwenden Sie ein Musterschreiben der Verbraucherzentralen und versenden Sie dieses per Einschreiben/Rückschein, damit Sie später ggf. einen Beweis vorlegen können.
Widerrufsrecht: Unabhängig davon, ob die Kosten und Bedingungen gut lesbar auf der Webseite angebracht waren oder nicht, können Sie jeden Vertrag innerhalb von 14 Tagen widerrufen. Der Anbieter ist gesetzlich verpflichtet, Sie "in Textform" über dieses Widerrufsrecht zu belehren, beispielsweise in einer E-Mail, die er Ihnen nach Vertragsschluss zusendet. Ein Hinweis auf der Webseite reicht hierfür nicht aus. Ab Zugang dieser Belehrung läuft die 14-tägige Frist. Unterlässt der Betreiber diese Belehrung oder ist fehlerhaft, ist ein Widerruf unbefristet möglich. Der Widerruf muss in Textform erfolgen. Um auf der sicheren Seite zu stehen, sollten Sie dafür einen Musterbrief der Verbraucherzentralen verwenden und den Widerruf per Einschreiben/Rückschein versenden. Im Gegensatz zum Widerruf per E-Mail, haben Sie so einen Beweis, dass sie dem Vertragsabschluss fristgerecht widersprochen haben.
Keine Zahlungspflicht ohne gut lesbaren Hinweis: So entschied beispielsweise das Oberlandesgericht Frankfurt Ende 2008 gegen den Betreiber einer solchen Abofallen-Seite, dass deutlich auf anfallende Kosten hingewiesen werden müsse, besonders, wenn eine langfristige Vertragsbindung eingegangen werden soll. Ein Hinweis auf die Kosten in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen reiche hierfür nicht aus.
Zahlungsaufforderungen ignorieren, Schriftverkehr aufheben: Eventuelle weitere Schreiben oder Mahnungen, auch seitens eines Inkassobüros oder Rechtsanwalts, können ignoriert werden, sollten aber aufbewahrt werden. Bleiben Sie stur und zahlen Sie nicht.
Beratung in Anspruch nehmen: Wer sich zu sehr unter Druck gesetzt fühlt, kann mit dem gesammelten Schriftverkehr zu einer Verbraucherzentrale gehen und sich dort beraten lassen.
Falls die Anmeldung durch Minderjährige ohne Zustimmung der Eltern erfolgte, verhält es sich recht einfach. Minderjährige Kinder und Jugendliche dürfen nämlich ohne Einwilligung der Eltern gar keine Verträge abschließen und sind in den Augen des Gesetzgebers "nicht geschäftsfähig".

"Vertragsabschluss" durch Minderjährige:

Einverständnis ablehnen: Eltern sollten hier dem Anbieter direkt schriftlich mitteilen, dass Sie mit dem Vertrag nicht einverstanden sind.
Widerrufsrecht: Gleichzeitig kann vorsichtshalber der Vertrag widerrufen werden, am besten mit einem Musterbrief der Verbraucherzentralen.
Weiter gilt auch hier: Keinerlei Zahlungen leisten und weitere Schreiben oder E-Mails des Anbieters ignorieren.
Sonderfall: Definitiv keine Anmeldung erfolgt
Es kommt auch vor, dass Personen wahllos angeschrieben und zur Zahlung von Beträgen aus angeblichen Abo-Verträgen aufgefordert werden – obwohl sie diese Verträge nie im Internet abgeschlossen haben. Hier setzen die Anbieter vor allem darauf, dass die Maschinerie aus Drohung und Angstmacherei funktioniert und einige ihrer Opfer die Rechnung zunächst einmal zahlen.Wenn Sie sicher sind, sich nirgendwo angemeldet zu haben, können Sie Mahnungen und Drohungen getrost ignorieren und sollten sich gar nicht erst auf einen Schriftwechsel mit den Firmen einlassen. Auch hier gilt: Zur Sicherheit entsprechende E-Mails oder Briefe aufbewahren, im Notfall die Beratungsangebote der Verbraucherzentralen in Anspruch nehmen. Gar nicht erst in die Falle klicken

Grundsätzlich sollten Sie im Internet immer vorsichtig sein, wenn ein Anbieter (scheinbar grundlos oder unter dem fadenscheinigen Hinweis auf ein Gewinnspiel) die Eingabe Ihrer persönlichen Daten verlangt. Damit Sie nicht in die Abofallen klicken, sind außerdem folgende Hinweise ratsam:

AGB lesen: Lesen Sie immer die AGB (Allgemeine Geschäftsbedingungen) sorgfältig durch, bevor Sie sich bei einem vermeintlichen Gratisdienst oder Gewinnspiel registrieren lassen. Oft sind diese gut versteckt – dies gehört zur Masche der unseriösen Firmen. Sollten Sie die AGB nicht aufrufen können: Finger weg von diesem Angebot!
Vertragsbedingungen prüfen: Vor allem Mindestvertragslaufzeiten und Kündigungsfristen sollten Sie genau überprüfen. Sind solche nämlich vereinbart, deutet das meist auf eine vertragliche Bindung hin, die mit Kosten für Sie verbunden ist.
Impressum: Auch ein Blick ins Impressum kann Hinweise auf die Seriosität des Anbieters geben. Vorsicht ist angebracht, falls sich dort nur eine Postfach-Anschrift findet oder der Anbieter im Ausland ansässig ist.
Betreiber überprüfen: Interessant kann auch sein, den Namen des Anbieters mit den einschlägigen Suchmaschinen oder in Computer-Foren zu suchen – oft stellt sich hier schon heraus, dass es sich um eine Betrüger-Firma handelt. Häufig stecken immer die gleichen Anbieter hinter wechselnden Internetseiten und wechselnden Firmennamen.
Kritisch bleiben: Auch wenn die Webseite auf den ersten Blick einen ordentlichen und seriösen Eindruck macht, sollten Sie sich hiervon nicht täuschen lassen. Auch vollmundige Gewinnversprechen dürfen Sie nicht davon ablenken, die AGB und den Anbieter sorgfältig zu prüfen, bevor Sie persönliche Daten im Internet preisgeben.
Generelle Dokumentation: Es empfiehlt sich, generell Screenshots anzufertigen wenn Sie im Internet persönliche Daten angeben. Somit können Sie später ggf. beweisen, welche Informationen und Bedingungen zum Zeitpunkt der Registrierung auf der Webseite erkennbar waren.
Verzicht auf das Widerrufsrecht: Einige Anbieter verlangen von dem Nutzer, aufsein Widerrufsrecht zu verzichten, in dem sie ihn zum Beispiel ein Häkchen setzen lassen. Das ist aber nach Paragraf 312f des Bürgerlichen Gesetzbuches unzulässig. Taucht solch eine Verzichtsaufforderung auf einer Internetseite auf, sind die Abzocker nicht weit.
Fazit:
Das Phänomen "Abofallen" hat sich zu einem großen Problem im Bereich der Internet-Betrügereien entwickelt. Mit einer Mischung aus Täuschung und Drohungen versuchen unseriöse Anbieter, ihren Opfern das Geld aus der Tasche zu ziehen. In den meisten Fällen entbehren finanzielle Forderungen jedoch jeglicher rechtlicher Grundlage. Wer Angebote im Internet sorgfältig prüft, seine Rechte kennt und sich nicht einschüchtern lässt, kann die Betrugsversuche dubioser Abofallen-Anbieter gut abwehren.

Und wen trifft die Beweislast?
Beachten Sie den zivilprozessualen Grundsatz zur Beweislast: Derjenige, der etwas von
einem anderen will, muss einen entsprechenden wirksam entstandenen Anspruch beweisen.
Wird in einer Rechnung auf den Abschluss eines Vertrages verwiesen, muss
dieser also wirksam geschlossen worden sein und dies vom Anspruchsteller
bewiesen werden.

Hinweis: Gespeicherte IP-Adresse für sich genommen kein Beweis!
Oft berufen sich die Fallensteller darauf, dass sie die Anmeldung dadurch nachweisen
könnten, dass sie Ihre IP-Adresse abgespeichert hätten. Keine Sorge: So beeindruckend dies
klingt und auch wenn dies tatsächlich Ihre IP-Adresse war – ein wirksamer Vertrag lässt sich
allein darüber nicht beweisen.
(zur Info: Vereinfacht gesagt identifiziert die IP-Adresse, also die Internet-Protocol-Address,
Ihren Computer bei einer Einwahl ins Internet)

Ratsam ist es trotz dieser für Sie günstigen Beweislastverteilung, wenn Sie selbst Gegen-
„Beweise“ sammeln. Manche der dubiosen Seitenbetreiber gestalten ihre Websites schnell
um, so dass sie danach rechtlich in Ordnung sind. Es schadet daher nicht, im Zweifelsfall
Screenshots (quasi ein Bildschirmfoto), Ausdrucke oder Zeugenaussagen parat zu haben, um
ggf. gut gerüstet gegenhalten zu können und Ihren Fall der Verbraucherzentrale, der
Wettbewerbszentrale und dem Deutschen Schutzverband gegen Wirtschaftskriminalität
weiterzuleiten. Von diesen Stellen kann auf breiter Ebene gegen solche Seiten vorgegangen
werden, wovon andere Nutzer des Internet künftig profitieren werden (solche Verfahren
haben aber keinerlei Einfluss auf Ihren konkreten Fall, können aber gerade dazu beitragen,
dass Derartiges in Zukunft verhindert wird).
Tipp: Wie mache ich einen Screenshot?
Öffnen Sie die fragliche Internetseite mit Ihrem Browser, drücken Sie auf Ihrer Tatstatur die
Taste „Druck“ bzw. „Print“ (auch „Print Screen“ oder „Print Scrn“), öffnen Sie Ihr
Textverarbeitungs- oder Bildbearbeitungsprogramm, gehen Sie auf im Menü „Bearbeiten“ auf
„Einfügen“, abspeichern und ausdrucken - fertig! Bitte beachten Sie: Je nach Betriebsystem
muss anders verfahren werden – lesen Sie dies in der Gebrauchanweisung nach.

Und wenn trotzdem ein Mahnbescheid vom Gericht kommt?
Auch wenn kein wirksamer Vertrag abgeschlossen wurde: Vorsicht in Bezug auf ein gewisses
"Restrisiko": den Mahnbescheid.
Sollte Ihnen ein Mahnbescheid von Gericht zugestellt werden, achten Sie darauf, wegen
einer unberechtigten Forderung rechtzeitig Widerspruch einzulegen. Ansonsten laufen Sie
Gefahr, dass nach weiteren Schritten relativ unproblematisch gegen Sie vollstreckt werden
kann - auch wenn das nicht der tatsächlichen Rechtslage entspricht! Bei Mahnverfahren
begnügen sich die Richter nämlich mit einer vereinfachten Prüfung und verlassen sich
darauf, dass sich der zu Unrecht Betroffene eben durch Widerspruch wehrt.

Hier einige Download - Abzocker :

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Downloaddirekt.net
Downloadexpress.org
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Downloadnetz.com
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Downloadpoint.org
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Downloadsatellit.com
Downloadtrends.net
Downloadweb.net
Downloadzentrale.org
Downportal.de
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