Rauschwirkung vom Kiffen - Gefahren -vollständiger Abbanu von THC

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Rauschwirkung vom Kiffen

Kein Rausch ohne Risiko! Eine Unbedenklichkeitsgarantie gibt es auch für das Kiffen nicht. o. Tu nichts, wogegen du Bedenken hast!

Verantwortlich für die berauschende Wirkung ist das in den Pflanzen enthaltene Tetrahydrocannabinol, kurz THC, welches sich an passende Rezeptoren im Gehirn bindet und eine Reaktion der inneren Entspannung und Ausgeglichenheit hervorruft (siehe Wirkung).

Dass es solche Rezeptoren in unserem Nervensystem gibt, liegt daran, dass unser Körper THC-ähnliche Moleküle (Anandamide) in geringen Mengen selbst produziert.

Der vollständige Abbau des THC im Körper dauert vergleichsweise lange (mind. 12 Tage u. bis zu 4 Wochen).

 

Hanfblüte
Akute Rauschwirkung

Die akuten Wirkungen von Cannabis können je nach Person, Wirkstoffanteil, momentaner körperlicher und psychischer Verfassung, Erfahrung mit der Droge sowie Umfeldbedingungen sehr unterschiedlich sein. Eine Schwierigkeit für Konsumenten besteht darin, dass die gleiche Menge THC bei verschiedenen Menschen unterschiedlich wirken kann. Auch bei demselben Mensch kann die Wirkung der gleichen Dosis zu verschiedenen Zeitpunkten variieren. Diese Problematik wird durch die unterschiedlichen Wirkstoffkonzentrationen und die (aus Illegalitätsgründen) fehlenden zuverlässigen Inhaltsangaben noch verstärkt. Dies alles führt dazu, dass der Konsument die zu erwartende Wirkung nicht immer verlässlich einschätzen kann und damit ein begrenztes Risiko eingehen muss.

In der Regel ist als akute Auswirkung eine gewisse Bewusstseinsverschiebung festzustellen, die assoziatives, sprunghaftes Denken und eine Beeinträchtigung des Kurzzeitgedächtnisses mit sich bringt. Diese Bewusstseinsveränderung kann je nach Bedingungen sehr positive, aber auch sehr negative Empfindungen hervorrufen. Häufige körperliche Effekte sind gerötete Augen, Mundtrockenheit, gesteigertes Hungergefühl, Erhöhung des Pulses, Senkung des Blutdrucks und Müdigkeit bzw. Antriebslosigkeit.

Cannabis enthält Substanzen, die bislang nur in der Hanfpflanze gefunden wurden. Es sind die so genannten Cannabinoide, von denen einige psychoaktive Wirkungen haben. Das bekannteste Cannabinoid ist das Delta-9-Tetrahydrocannabinol, das der Einfachheit halber als THC bezeichnet wird. Weniger bekannt ist vielleicht die Tatsache, dass in der Pflanze nur wenig aktives THC enthalten ist. In der Hanfpflanze liegt THC überwiegend in seiner inaktiven Form, der Tetrahydrocannabinolsäure (THCA) vor. THCA selber hat keine psychoaktive Wirkung. Dazu muss sie durch Erhitzung in das wirksame THC umgewandelt werden. Dies geschieht etwa beim Rauchen von Marihuana in der mehrere Hundert Grad heißen Glutzone. Dieser chemische Prozess kann auch - allerdings in einem etwas geringeren Maße - beim Backen beispielsweise von Cannabis-Plätzchen erzielt werden.

Rauchen oder Essen?
Der Eintritt der Wirkung und der Wirkungsverlauf hängen nun unter anderem von Art der Aufnahme ab. Wird Cannabis geraucht, wird der Wirkstoff THC sehr rasch über die Atemwege aufgenommen. Erste Anzeichen eines Rausches treten nach wenigen Sekunden bis Minuten auf. Nach etwa 15 bis 30 Minuten erreicht die Wirkung ihr Maximum, um dann innerhalb von 2 bis 3 Stunden wieder abzuklingen. Damit es zu einer Wirkung kommt, sind zwischen 2 und 22 Milligramm THC notwendig. Davon wird nur ein Bruchteil, etwa 2 bis 44 Mikrogramm (tausendstel Gramm), tatsächlich die Blut-Hirn-Schranke passieren.

Bei der oralen Aufnahme - durch das Essen oder Trinken von Cannabiszubereitungen - wird das THC hingegen sehr viel langsamer vom Organismus aufgenommen. Zudem ist weniger aktives THC enthalten. Die Wirkung unterliegt bei der oralen Aufnahme zwar einer zeitlichen Verzögerung, der Rausch kann aber sehr plötzlich eintreten und eine andere Qualität aufweisen. Manche Konsumierende können durch den plötzlich und intensiv eintretenden Rausch psychisch überfordert werden. Im Extremfall erleben sie das, was umgangssprachlich als „Absturz“ bezeichnet wird. Allerdings unterliegt der Cannabisrausch ohnehin einer hohen Variabilität, die von unterschiedlichen Faktoren beeinflusst wird.

Das endogene Cannabinoidsystem
Warum hat THC nun überhaupt eine Wirkung? Dies liegt daran, dass es im Gehirn an bestimmten Bindungsstellen andockt, den so genannten Cannabinoid-Rezeptoren. Von diesen Rezeptoren existieren zwei Haupttypen, die CB1- und CB2-Rezeptoren. Letztere wurden im Körper bislang nur außerhalb des Gehirns gefunden und haben eine wichtige Funktion für das Immunsystem. Der Cannabisrausch wird über CB1-Rezeptoren im Gehirn vermittelt. Normalerweise docken daran körpereigene Substanzen, so genannte Endocannabinoide. Die bekanntesten dieser Bindungsstoffe sind die Anandamide, von denen man annimmt, dass sie eine natürliche Rolle bei einer Vielzahl von Funktionen des menschlichen Organismus spielen, wie etwa beim Gedächtnis und der Schmerzverarbeitung, bei Immunfunktionen und bei der Fortpflanzung.

Kein CBD in hochpotentem Cannabis
Eine nicht ganz unwesentliche Rolle spielt ein weiteres Cannabinoid, das Cannabidiol, abgekürzt CBD. Cannabidiol ist ein Abbauprodukt, das entsteht, wenn Cannabis längere Zeit gelagert oder erhitzt wird. Cannabidiol selber hat keine psychoaktive Wirkung, es kann aber den Rausch, der durch THC erzeugt wird, abmildern. Konsumierende fühlen sich dann eher entspannt bis schläfrig. Hat Cannabis einen besonders geringen CBD-Anteil, kann der Rausch stärker halluzinogen sein. Analysen von Marihuana, das in so genannten Indoor-Anlagen gezüchtet wurde, haben zeigen können, dass der THC-Anteil tatsächlich deutlich höher ist. Hingegen enthält das hochpotente Cannabis nur geringe, teilweise sogar gar kein CBD. Dabei ist nicht auszuschließen, dass durch die deutlich intensivierte Rauschqualität das Risiko erhöht wird, eine Psychose zu entwickeln. Denn Studien haben zeigen können, dass das Risiko einer Psychose mit der Intensität des Cannabiskonsums in Zusammenhang steht.

Lange Nachweisdauer
Der Abbau von THC dauert Tage bis Wochen. Da das THC fettlöslich ist, lagert es sich leicht in fettstoffreichem Gewebe - wie dem Gehirn - an und wird dort nur langsam abgebaut. Die Dauer des „High“-Gefühls deckt sich aus diesem Grund nicht mit dem Nachweis von THC und seinen Abbauprodukten in Blut und Urin. Während der Rausch längst vorbei ist, kann Cannabiskonsum so noch nachgewiesen werden, mit möglichen Konsequenzen im Rahmen von polizeilichen Verkehrskontrollen.

Der Nachweis eines Cannabiskonsums kann durch die Untersuchung von Urin, Blut, Speichel oder Haaren geführt werden. Im Speichel kann der relativ kurz zurückliegende Konsum möglicherweise bis zu 24 Stunden nachgewiesen werden. Im Blut oder Urin kann man die Substanz etwa bis zu einem Monat nachweisen. Eine genaue Angabe ist kaum möglich, da der Abbau individuellen Schwankungen unterliegt und vor allem von der Konsumintensität abhängt. Bei regelmäßigem Konsum kommt es wegen der Anlagerung im Fettgewebe zu deutlich längeren Nachweiszeiten, als beim seltenen Konsum. Eine Nachweisdauer von über drei Monate im Urin ist möglich.

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